Die Abmahnung des Verlegers Michael Haitel

Betr. Das SF-Projekt "DEA ALBA"
Ein mediales Experimet von Michael Weisser und Herbert W. Franke.

"DEA ALBA" - erschien 1988 in der Phantastischen Bibliothek vom Suhrkamp Verlag Frankfurt als erstes intermediales KassettenBuch, ISBN 3518380095.

„Dea Alba ist das konsequente Ergebnis einer Zusammenarbeit von zwei Autoren, für die Fantastik von heute schon die Wirklichkeit von morgen ist. Franke und Weisser schufen ein neues Medium aus Worten und Klängen, das eine Tür öffnet zu einem neuen Raum mit neuen Türen, in denen Intellekt und Emotion in faszinierender Weise zusammenfinden …“
Dr. Gottfried Honnefelder, Leiter Suhrkamp Verlag 1988

"Lieber Herr Weisser - Hier haben wir das Pionierwerk des Verlages - Sie sind inzwischen ja schon manchen Schritt weiter!""
Renate Laux, Lektorin des Suhrkamp Verlages am 20. Mai 1988.

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Lieber Besucher!


Sie wurden über einen QR-Code in einem Buch auf diese Web-Site gelinkt, das mit einer ABMAHNUNG belegt ist.

Das Buch in seiner jetzigen Form verletzt das Urheberrecht!

Nachfolgend wird der Grund dieser Rechtsverletzung durch den Verleger Michael Haitel und den Verlag p.machinery veröffentlicht:

Von: Michael Weisser <mikeweisser@yahoo.de>
Gesendet: Sonntag, 7. Juli 2024 14:27
An: Michael Haitel <michael@haitel.de>

Betreff: ABMAHNUNG - Dea-Alba - Urheberrechtsverletzung
 
Hallo Michael. 
 
Parallel zu meinem Schreiben an Susanne Päch als Herausgeberin der Werkausgabe von Herbert W. Franke möchte ich nicht versäumen, den
 
Verleger Michael Haitel  
hiermit wegen Urheberrechtsverletzung abzumahnen. 

 
Ich fordere die sofortige Rücknahme des gerade herausgegebenen Buch „DeaAlba“ vom Markt, die Löschung des Angebotes auf der Website des Verlages, und die entsprechende Information an den Buchhandel.
 
Begründung:
 
Am 29.06.24 habe ich die  Belegexemplare der SF-Publikation „Dea-Alba“ erhalten. Dazu ist folgendes zu sagen:
 
Zwar habe ich per Vertrag vom 17. Mai 2024 meine 50% Nutzungsrechte an der Urheberschaft der SF-Story „Dea-Alba“ an Susanne Päch verkauft - doch ich habe damit nicht meinen hälftigen Anteil als Miturheber des Textes aufgegeben, auf die zutreffende Nennung aller am Werk beteiligten Urheber und auf die Unversehrtheit der künstlerischen Idee dieses Werkes verzichtet ! 
 
Im Buch wird eindeutig der Eindruck erweckt, Herbert W. Franke sei der alleinige Autor des Werkes und ich hätte lediglich die Musik unter dem Pseudonym SOFTWARE beigetragen. 
Beides ist falsch!
 
Genau dieser Eindruck wird auch vom Verleger des Buches, Michael Haitel, auf dessen Web-Site www.pmachinery.de erzeugt. 
Von mir als Mitautor des Textes ist keine Rede. Auch fehlen die Urheber des musikalischen Anteils, ohne den das Buch keinen Bestand als innovatives, intermediales Werk hat. 
 
Ein gravierender Fehler ist zudem die Angabe der Formation SOFTWARE als Komponist der Musik! Software ist kein Musiker sondern in diesem Fall die Kooperation Mergener|Weisser.

Es ist allen Beteiligten bekannt, dass die Urheber und die künstlerischen Leistungen zu diesem Werk folgende sind:
 
Projekt-Idee: Michael Weisser
Autoren Herbert W. Franke u. Michael Weisser
Musik-Formation: SOFTWARE
Musik-Komposition:  Peter Mergener und Michael Weisser (GEMA-Manuskript)
Musik-Einspielung: Peter Mergener 
Text u. Sprecher  Michael  Weisser
 
Selbst wenn das Buch selbst nicht der Musikträger ist, sondern der abgedruckte QR-Code auf die Musik linkt, so gehören doch alle Beteiligten als Urheber des Projektes rechtskonform genannt. 
  
Ohne die Musik und die Akustik der eingesprochenen Poesie wäre es zu diesem literarischen Werk nicht gekommen!
Der Audioanteil ist nachweisbar substanziell. 
 
Weiterhin widerspreche ich bei dieser Ausgabe massiv der Darstellung des Titelbildes vom Grafiker Thomas Franke als Klappbild im Innenteil mit dem offensichtlichen Versuch, sich literarisch zu profilieren. 
Der Grafiker Thomas Franke hat nicht das Mindeste  mit der künstlerischen Idee dieses ersten intermedialen Buches zu tun, dessen Erstausgabe 1988 in der Phantastischen Bibliothek des Suhrkamp Verlages Frankfurt erschien.

Thomas Franke klinkt sich lediglich mit Hilfe des Verlegers Michael Haitel in das Werk anderer Autoren als Fremdkörper ein.
 
Dass das Titelbild für die Buchreihe von ihm stammen wird, war mir beim Verkauf meiner Nutzungsrechte bewusst und ein Zugeständnis an den Reihencharakter der "Herbert W. Franke Werkausgabe". 
 
Keinesfalls hätte ich einer Fremdillustration im Inneren des Buches zugestimmt.

Das Buch als intermediales Gesamtkunstwerk unterliegt in Inhalt und Form dem Urheberschutz. 

Besonders pikant: Der Grafiker scheint den Text der Buchautoren nicht einmal gelesen zu haben, denn seine Grafik hat nichts mit dem Plot der organischen Form des im Detail beschriebenen „Fremden“ zu tun.  Seite 73 führt die vegetative Szene aus. 
Evident ist: Nur eine Umsetzung dieser Bildidee würde Sinn auf dem Cover machen. 
 
Das Werk „DeaAlba“ in seiner Originalversion wurde von allen Beteiligten als intermediales Kunstwerk gewertet. Das war und ist die unikate Idee des Werks. Diese besondere Qualität, die vom Verlagsleiter Dr. Honnefelder ausdrücklich hervorgehoben wurde, ist durch das Eindringen von fremder Illustration und fremdem Text in das Buch beschädigt. 
 
Ich fühle meine Rechte als Urheber eines künstlerischen Werkes grundlegend verletzt und stimme vorsorglich keiner Duldung dieser Auflage mit Versprechen auf Veränderung erst bei der zweiten Auflage zu.
 
Ich fordere ausdrücklich die Vernichtung aller bestehenden Exemplare und gebe Frist bis zum Montag den 22. Juli 2024 diese Forderungen zu erfüllen.  
 
Sollte dem nicht nachgekommen werden, müsste ich leider in öffentlichem Diskurs den Rechtsweg gehen. 
 
Michael Weisser
Dokument >>> PDF

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Interview mit Herbert W. Franke
WhitePaperCollection 02
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Brief an Franke zum 80. Geburtstag
Ausschnitt: betr. Dea-Alba
Mehr >>>


Sound: "About SOFTWARE" >>>
IC-Radio-Show (Benny Brown)



Zur Information:
Das Besondere dieses intermedialen Kunstprojektes ist die Kommunikation der beiden Autoren Franke und Weisser über einen der ersten Personal-Computer mit dem poetischen Namen "Rainbow" von der US-amerikanischen High-Tech-Firma DEC (Digital Equipment Corporation).
Die DEC-Presseleiterin Frau Dr. Roehrecken förderte das Experiment mit der Bereitstellung zweier "Rainbow"-Computer, auf denen die Autoren im ständigen Austausch der Diskette auf postalischem Weg zwischen München und Bremen den wachsenden Text verfassten.
Als "Gerüst" galt die Idee der Begegnung zweier Lebensformen, die in einem poetischen Text zusammengefasst ist und in einem Plot endet. Der Handlungsablauf dazwischen wurde Kapitel für Kapitel geschrieben und gegenseitig immer wieder ergänzt und ausgearbeiet.
Auf diese Weise entstand eine vollständige Verschmelzung der Ideen und Ausdrucksformen als exemplarisches Beispiel für die neuen Möglichkeiten der digitalen Zukunft.

Dokument: Erinnerung Dea-Alba 1987 -

Brief an Herbert W. Franke - zu dessen 80. Geburtstag am 14. Mai 2007.

Mehr >>> PDF

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Die Musik zum Buch:


Sound: Audio in der Leiste starten >>>
DEA ALBA - Klangraum
Composed by: Mergener/Weisser
GEMA Manuskript (1988)
Played by: Peter Mergener
Produced by: Michael Weisser
Lyrics/Vocal: Michael Weisser


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