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Bremen - Das Bordell "Helenenstrasse"

Feldforschung in der Bremer Bordellstrasse.

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Bildserie als Pigmentdrucke unter Museumspassepartout im Glasrahmen 30x40cm mit weisser Leiste gefasst. Signiert, datiert. Edit 5/5.

Die Helenenstrasse im Bremer Ortsteil Steintor gelegen, wurde von Carl Philip Weiland zwischen den Straßen Steintor und Auf den Kuhlen im Stil der Bremer Bürgerhäuser bebaut. Da dem Bauunternehmer durch die damalige Eigentümerin Helene Engelken der Verkauf eines Grundstücks veweigert wurde, konnte die Strasse nur als Stichstraße angelegt werden.

Zur Geschichte: Per Erlaß des Bremer Senats im Jahr 1878 wurde die Helenenstrasse als Bordellstraße ausgewiesen, um die Prostitution in der Hansestadt kontrollieren zu können. Die Mieterinnen wurden registriert und am Eingang zur Straße wurde eine Polizeiwache eingerichtet.
Durch verordnete Nutzung von Condomen, die Einrichtung einer Badestube und regelmäßige, ärztliche Kontrollen sollte die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten vermieden werden. Dieses Konzept galt im 19. Jh. als vorbildlich.
Während des zweiten Weltkrieges wurden die Gebäude erheblich beschädigt und danach nur teilweise wieder aufgebaut.
Die bungalowartigen Reihenhäuser sind durch ein Souterrain und ein Hochparterre geprägt. In diesen "Schotten" haben sich die Prostituierten ihre Zimmer mit prägnanten Atmosphären eingerichtet.
Im Jahr 2006 gelang erstmalig eine fotografische Erfassung aller Schotten von außen und von innen, sowie die Dokumentation von inszeniertem Interieur aus dem Arbeitsbereich der Huren.
















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