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Bremen - Das Bordell "Helenenstraße"

Die Helenenstrasse im Bremer Ortsteil Steintor gelegen, wurde von Carl Philip Weiland zwischen den Straßen Steintor und Auf den Kuhlen im Stil der Bremer Bürgerhäuser bebaut. Da dem Bauunternehmer durch die Eigentümerin Helene Engelken der Verkauf eines Grundstücks veweigert wurde, konnte die Strasse nur als Stichstraße angelegt werden.

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"Edition 0579", 2006 als Edition in 3/3 signiert, Inkjetprint auf Leinwand auf Keilrahmen im Format 100x100cm.
Auch in der Version 16x16cm unter Passepartout 30x40cm realisiert.

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Software (Byte/Weisser) "TouchMe" 2:02

Zur Geschichte: Per Erlaß des Bremer Senats im Jahr 1878 wurde die Helenenstrasse als Bordellstraße ausgewiesen, um die Prostitution in der Hansestadt kontrollieren zu können. Die Mieterinnen wurden registriert und am Eingang zur Straße wurde eine Polizeiwache eingerichtet. Durch verordnete Nutzung von Condomen, die Einrichtung einer Badestube und regelmäßige, ärztliche Kontrollen sollte die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten vermieden werden. Dieses Konzept galt im 19. Jh. als vorbildlich.
Während des zweiten Weltkrieges wurden die Gebäude erheblich beschädigt und danach nur teilweise wieder aufgebaut.
Die bungalowartigen Reihenhäuser sind durch ein Souterrain und ein Hochparterre geprägt. In diesen "Schotten" haben sich die Prostituierten ihre Zimmer mit prägnanten Atmosphären eingerichtet.
Im Jahr 2006 gelang erstmalig eine fotografische Erfassung aller Schotten von außen und von innen, sowie die Dokumentation von inszeniertem Interieur aus dem Arbeitsbereich der Huren.

DIE WERKSERIE:


0580_"Helenenstrasse"_2006
Optional als Bildserie im Pigmentdruck unter Museumspassepartout im Glasrahmen 30x40cm mit weisser Leiste gefasst. Edition 5/5.

"Michael Weisser zeigt in seinem Feldforschungs-Projekt „Die brave Helene“ einen besonders energetischen Sehn-Suchts-Ort in Bremen, nämlich das Bremer Bordell „Helenenstrasse“, das auf die „Kaserne für Prostituierte“ aus dem Jahr 1878 zurückgeht. Die Gestaltung der Zimmer (Schotten) spielt in Einrichtung, Farbgebung, Accessoires und Funktionalität auf den Sehnsuchts-Saiten von biederer Bürgerlichkeit und kindlicher Unschuld bis zur Sucht nach Fetisch und Verruchtheit."

Carsten Ahrens (Direktor Museum für moderne Kunst Weserburg) 2010

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Liebe_2006

Leder_2006

Hygiene_2006

Vibration_2006

Maske_2006

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