<<<< zurück

Kunst, Wissenschaft, Kirche


Interview/Dialog über die Kirche und Orgel in Cappel im speziellen sowie über das Verhältnis von Kunst, Wissenschaft, Feldforschung und vernetzte Archive im allgemeinen. Erschienen in der WhitePaperCollection 2017, 58 Seiten mit QR-Codes - Download >>> PDF
> Als eBook >>>
> Die WhitePaperCollection bei Amazon >>>

Publikation zur Ausstellung im Staatsarchiv Bremen Sept/Okt 2018 betr. Digitale Archive und Inventare sowie QR-Codes als Interface zwischen der realen und der virtuellen Welt.:

Dräger / Löffler-Holte / Weisser
>>>
bremen:AN:sichten - Das Inventar einer Ästhetischen Feldforschung als Interview über Kunst und Leben in der digitalen Gesellschaft.
Schriften des Staatsarchivs Bremen, Band 58, 2018.
ISBN 978-3-925729-83-6

"WolkenGestalten"
Ein Kunstprojekt von Michael Weisser zu Gedichten von Rainer Maria Rilke. Eine Ästhetische Feldforschung zur Kirche St. Peter und Paul in Cappel im Landkreis Cuxhaven und zur darin befindlichen Barockorgel von Arp Schnitger aus dem Jahr 1680. Format A4, Umfang 56 Seiten, farbig. Herausgegeben von der Kirchengemeinde Cappel 2018.

Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk, "Die Arp-Schniger-Orgel in Cappel im Land Wursten". Sonderdruck aus dem Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 2015 - Download >>> PDF

#

In Arbeit:
Dr. Diederichs-Gottschalk und Dr. Nicola Borger-Keweloh
"Tho Gots Ehren und guter gedechtnisse – Die mittelalterlichen Landkirchen in den Marschen und ihre Umwandlung in evangelische Sakralräume.
Eine Studie zur Kunst-, Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte der Marschen an Unterweser und Elbmündung vom Mittelalter sowie den Bilderstürmen 1522 bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges."
Untersuchungsgebiet: Land Wursten, Land Hadeln und Osterstade.

#

Historische Quellen zum Bildersturm:

D. Martinus Luther >>> PDF
An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung.‚
Wittenberg 1520 
Die Schrift die die Reformation und damit auch den Bildersturm auslöste:
"Dass aber der Papst oder Bischof salbet, Platten macht, ordiniert, weihet, anders dann Layen kleidet, mag einen Gleisner und Olgotzen machen, macht aber nimmermehr ein Christen oder geistlichen Menschen."

Andreas Rudolff Bodenstein >>> PDF
Von abtuhung der Bylder / Vnd das keyn Betdler vnther den Christen seyn soll.
Carolstatt. in der Christlichen statt Wittenberg 1522.


Andreas Rudolff Bodenstein (1486-1541), genannt Karlstadt, war ein deutscher Reformator. Er habilitierte sich in Wittenberg und nannte sich in humanistischer Tradition nach seinem Geburtsort „Dr. Karlstadt“.
Während Luthers Aufenthalt auf der Wartburg wurde Karlstadt zum wichtigsten Protagonisten der Wittenberger Reformbewegung.
Karlstadt predigte nachdrücklich die Erneuerung des Gottesdienstes und besonders die radikale Abschaffung der Heiligenbilder und der Kirchenmusik:

" Das wir bilder in Kirchen vnd gots hewßern haben / ist vnrecht / vnd wider das erste gebot. Du solst nicht frombde gotter haben.
ii Das geschnitzte vnd gemalthe Olgotzen vff den altarien stehnd ist noch schadelicher vnd Tewffellischer.
iii Drumb ists gut / notlich / loblich / vnd gottlich / das wir sie abthun / vnd ire recht vnd vrteyl der schrifft geben.
"

In seiner Flugschrift von 1522 argumentierte er wesentlich mit dem Zweiten Gebot Mose, das den Götzendienst untersagte - damit argumentierte er für den Bildersturm und dem Bruch mit der Abgötterei.
Es stellt sich die Frage, warum in den evangelisch-lutherischen Landkirchen des Mittelalters trotz des allgemeinen Bildersturms Bilder und Schnitzereien erhalten haben - siehe Forschungsprojekt Diederichs-Gottschalk in Arbeit.

Ludwig Hätzer >>> PDF
Ein urteil gottes unsers ee gemahels‚ wie man sich mit allen
götzen und bildnussen halte sol, uß der heiligen gschrifft
gezoge durch Ludwig Hätzer.

Getruckt zu Zürich durch Christophorum frosch ower / am.XXIIIl. tag des ersten Herbstmonats. Anno M.D.XXIII. jar. (Zürich 1523)

"Exody 22. cap.
Du solt nit frömd gött vor mir haben. Mach dir kein geschnitzt bild,
noch sust kein abcontrafeyung deren so uff dem ertrich sind,
ja ouch deren nit, so im Wasser under dem erdboden sind. Du solt
dich vor inen weder neygen noch buggen. Ja, du solt inen och sust nit eer enbieten. Dann ich bin der herr, din Gott, ein yferer."

<<<< zurück